Nov 4 / Sandra Süsser

SHOWCASE | Zeichnen lernen als Anfänger mit 65 – Ralfs Erfahrungen

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Ralf entdeckte mit fast 65 Jahren das Zeichnen als neues Hobby. Doch schnell merkte er, dass es mehr braucht als ein gutes Zeichenprogramm. Mit dem Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 1: Strichführung« begann er, die Grundlagen systematisch zu erlernen. Erfahre, wie er seine Strichführung verbesserte, überraschende Erfolgserlebnisse hatte und selbst über seine Fortschritte staunte! :)

Gliederung
Ist es jemals zu spät, mit dem Zeichnen anzufangen? Ralf zeigt, dass man auch mit fast 65 Jahren noch ein völlig neues kreatives Hobby entdecken und innerhalb weniger Monate erstaunliche Fortschritte machen kann.
Ralf, 65

Foto von Ralf


Obwohl er in seiner Schulzeit nicht besonders gerne gezeichnet hatte, wollte er es noch einmal versuchen. Inspiriert von den Peanuts-Comics begann er zunächst mit digitalem Zeichnen auf dem iPad. Dabei stellte er allerdings schnell fest: Ein Zeichenprogramm bedienen zu können und tatsächlich zeichnen zu lernen, sind zwei unterschiedliche Dinge.

Deshalb entschied er sich für meinen Online-Kurs „Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 1: Strichführung“, um sich die zeichnerischen Grundlagen systematisch anzueignen.

Rainer Lange, 69

Bearbeiteter Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 1: Strichführung«


Im Interview erzählt Ralf, wie er zum Zeichnen gekommen ist, welche Übungen ihn besonders überrascht haben und welche Fortschritte er während des Kurses gemacht hat.

Besonders spannend ist sein Vorher-Nachher-Vergleich, der zeigt, wie viel sich bereits durch eine bewusstere Strichführung verändern kann.

Vorher

Ralfs erste Zeichnung zum Start des Kurses mit unsicherer Strichführung

Nachher

Ralfs letzte Zeichnung zum Ende des Kurses mit sicherer Strichführung


FRAGE 1|5: Ausgangspunkt —
Wie bist du zum Kurs gekommen und hattest du vorher schon Zeichenerfahrung?

Ich bin Ralf Dümpelmann, gebürtiger Rheinländer und seit über 40 Jahren in der Schweiz zu Hause. Als Chemieingenieur habe ich lange in der Industrie gearbeitet und bin inzwischen selbstständig. Da ich Ende des Jahres 65 werde und beruflich etwas kürzertreten möchte, suchte ich nach einem neuen Hobby.

Inspiriert durch eine Dokumentation über Charles M. Schulz, den Schöpfer der Peanuts, beschloss ich, das Zeichnen auszuprobieren. Vorerfahrung hatte ich praktisch keine – schon in der Schule gehörte Zeichnen nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Zunächst entdeckte ich Procreate auf dem iPad und arbeitete mich mit Tutorials in das Programm ein. Dabei entstanden auch meine ersten digitalen Zeichnungen.

Allerdings merkte ich bald, dass ich vor allem die Software kennenlernte, nicht aber das eigentliche Zeichnen. Ich wollte nicht nur ein Zeichenprogramm bedienen können, sondern wirklich zeichnen lernen.

Über einen von Sandras Udemy-Kursen wurde ich schließlich auf die S-Art School aufmerksam und entschied mich, mit »Zeichnen lernen 1: Strichführung« noch einmal ganz bei den Grundlagen anzufangen.

Erste Procreate Zeichnungen von Ralf, die vor Belegen des Kurses mit meinem anderen Kurs "Procreate Masterclass" entstanden sind

FRAGE 2|5: Motivation —
Warum hast du den Kurs gebucht und was wolltest du lernen?

Mir war inzwischen bewusst geworden, dass nicht die Kenntnisse eines Zeichenprogramms entscheidend sind, sondern die Grundlagen des Zeichnens.

Ich suchte deshalb einen Kurs, der langsam und systematisch aufeinander aufbaut und mir genau diese Grundlagen vermittelt.

Während des Kurses stellte ich allerdings fest, dass es beim Zeichnen ganz andere Dinge zu lernen gibt, als ich mir anfangs vorgestellt hatte. Das fand ich spannend und es war eine wertvolle Erfahrung.

Ein Beispiel, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Aufgabe, Emotionen allein durch Striche auszudrücken. Mein erster Gedanke war: „Was? Mit einem Strich? Unmöglich!“. Aber ich ließ mich auf die Übung ein und stellte fest, dass es tatsächlich funktioniert. Schon die Stärke, Richtung und Beschaffenheit eines Strichs können unterschiedliche Emotionen vermitteln.

Besonders interessant fand ich, dass meine Striche den Beispielen ähnelten, die Sandra später bei der Interpretation der Übung gezeigt hat.

Das hat mir verdeutlicht, dass diese Prinzipien allgemein anwendbar sind.
Gleichzeitig hat es mir Vertrauen in meine ersten zeichnerischen Versuche gegeben.

Verschiedene Arbeiten von Ralf zum ersten Kurs-Abschnitt "Emotionale Linien zeichnen"


Weitere verschiedene Strichübungen von Ralf zum Kurs »Zeichnen lernen Teil 1«

FRAGE 3|5: Positives —
Was hat dir an der Kursstruktur besonders gut gefallen? Hattest du eine Lieblingstechnik oder Übung?

Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen.

Erstens der sorgfältige und schrittweise Aufbau des Kurses. Das Lerntempo war angenehm und die Inhalte bauten gut aufeinander auf. Für mich war das genau richtig.

Zweitens die praktischen Übungen. Einige Aufgaben waren zunächst ziemlich ungewohnt, beispielsweise Emotionen mit Strichen auszudrücken oder eine Blume mit nur einem einzigen langen Strich zu zeichnen. Gerade diese Übungen fand ich aber besonders spannend, weil sie mich in kleinen Schritten weitergebracht haben.

Neben den Emotionsstrichen ist mir vor allem die Zeichnung eines Papageienkopfes in Erinnerung geblieben. Bei dieser Übung konnte ich die verschiedenen Möglichkeiten der Strichführung an einem passenden Motiv auf meine eigene Weise umsetzen.

Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass die Zeichnung zum Leben erwacht. 
Die Federn des Vogels lagen durch die unterschiedlichen Striche scheinbar übereinander und erzeugten einen realistischen, aber gleichzeitig künstlerischen Eindruck.

Besonders geholfen hat mir dabei, dass das Motiv genau den richtigen Schwierigkeitsgrad hatte. Es war anspruchsvoll genug, um etwas Neues zu lernen, ohne mich zu überfordern.

Dieses Erfolgserlebnis war für mich enorm motivierend. Zu merken, dass man mit den neu erlernten Techniken tatsächlich etwas Schönes erschaffen kann, ist ein tolles Gefühl!

Werke von Ralf zum Kurs-Projekt »Tierporträts«

FRAGE 4|5: Kritik —
Was würdest du am Kurs verbessern? Gibt es etwas, was dir nicht gefallen hat?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten.

Ich persönlich bin ehrlich gesagt nicht unbedingt ein „Video-Typ“. Informationen nehme ich häufig lieber durch Lesen auf. Deshalb erscheinen mir einige Videos etwas lang und manchmal auch repetitiv. Da merke ich meine eigene Ungeduld und denke: „Wann kann ich denn nun endlich mit einer Übung anfangen?“

Andererseits erklärt Sandra die Inhalte gut und ausführlich. Dadurch bleibt das Lerntempo angenehm und man kann die einzelnen Schritte gut nachvollziehen.

Die praktischen Übungen haben mir generell sehr gut gefallen. Davon könnte es meiner Meinung nach sogar noch mehr geben.

Werke von Ralf zum Kurs-Projekt »Linienberge«

FRAGE 5|5: Erfolge & Fazit —
Welche Fortschritte hast du beim Zeichnen gemacht? Würdest du den Kurs weiterempfehlen?

Ich glaube, meine Fortschritte lassen sich am besten anhand der Testzeichnung erkennen, die ich zu Beginn und am Ende des Kurses angefertigt habe.

Die Aufgabe war, dasselbe Bild zweimal abzuzeichnen: einmal vor dem Kurs und einmal nach Abschluss aller Übungen. Bei meinem ersten Versuch dachte ich noch: „Nun gut, hier ist das Bild.“ Als ich mir später jedoch die zweite Zeichnung ansah, war ich selbst erstaunt, wie groß die Unterschiede waren!

Meine Striche sind inzwischen viel klarer und bewusster gesetzt.
Und das, obwohl ich gefühlt nicht einmal mehr Zeit für die Zeichnung benötigt habe. Fast schon ein bisschen zu sauber für so ein altes Haus!

Für mich ist dieser Vergleich ein sehr gutes Beispiel dafür, was ich durch die vielen Übungen gelernt habe, teilweise sogar, ohne es bewusst zu bemerken. Ein weiteres Beispiel ist meine Kerzenzeichnung, bei der ich mir bezüglich des Motivs und seiner Ausgestaltung noch mehr Freiheiten genommen habe.

Einige Elemente haben mir bei der zeichnerischen Umsetzung besonders viel Freude gemacht, beispielsweise die Flamme, der Rauch und die leuchtenden Wachsspuren. An anderen Stellen bin ich dagegen beinahe verzweifelt. Aber insgesamt war es ein sehr schönes Gefühl, etwas geschaffen zu haben, mit dem ich selbst zufrieden bin.

Den Kurs kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen!


Er baut sehr gut aufeinander auf, bietet ein angenehmes, aber gleichzeitig herausforderndes Lerntempo und hat mir geholfen, einen grundlegenden Aspekt des Zeichnens wirklich zu verstehen: die Strichführung.


Während des Kurses habe ich Zeichnungen erstellt, bei denen ich richtig in den Flow gekommen bin und mit deren Ergebnissen ich selbst zufrieden bin. Das war eine tolle Erfahrung!

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass es noch viele andere Aspekte des Zeichnens gibt, die ich bisher nicht beherrsche. An diese möchte ich mich jetzt Schritt für Schritt herantasten.

Eine Arbeit von Ralf zum Kurs-Projekt »Kerzenrauch«
Was ich an Ralfs Geschichte besonders schön finde, ist seine Bereitschaft, noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Obwohl er bereits mit Procreate gearbeitet und erste ansprechende Illustrationen erstellt hatte, erkannte er, dass ihm etwas Entscheidendes fehlte: das Verständnis für die zeichnerischen Grundlagen hinter den Werkzeugen.

Sein Erfahrungsbericht zeigt gleich mehrere Dinge, die ich beim Zeichnenlernen für besonders wichtig halte.

1. Es ist nie zu spät, zeichnen zu lernen.
Ralf hatte über 50 Jahre lang kaum Berührungspunkte mit dem Zeichnen und entdeckte trotzdem ein neues kreatives Hobby für sich.

2. Kleine Übungen können große Veränderungen bewirken.
Besonders sein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, wie sich eine bewusstere Strichführung auf eine gesamte Zeichnung auswirken kann.

3. Zeichnenlernen bedeutet auch, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen.
Ralfs Erfahrungen mit den Emotionsstrichen und dem Papageienkopf zeigen, wie wichtig verständliche Aufgaben und Erfolgserlebnisse für die Motivation sind.

Besonders freut mich, dass Ralf nicht nur seine Technik verbessern konnte, sondern auch zunehmend Freude am eigentlichen Zeichenprozess gefunden hat – bis hin zu Momenten, in denen er beim Zeichnen völlig in den Flow gekommen ist.

Und natürlich ist die Strichführung erst der Anfang. Mit den weiteren Zeichengrundlagen warten noch viele spannende Entdeckungen auf ihn!

Vielen Dank, Ralf, für deinen ausführlichen und ehrlichen Erfahrungsbericht und dafür, dass du deine Zeichnungen und Fortschritte mit uns teilst! 😊


Wenn du selbst mit dem Zeichnen starten willst, schnapp dir gern mein kostenloses Zeichner-Kit. Damit kannst du direkt loslegen und ganz unverbindlich mein System ausprobieren. Wenn du hingegen direkt auch deine Strichführung gezielt verbessern möchtest, schau dir gerne meinen Online-Kurs "Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 1: Strichführung" an.

Liebe Grüße,
Sandra

Die Autorin

Hi, ich bin Sandra Süsser,

Gründerin der S-Art School und "The Coaching Artist". Sprich: Ich schaffe Kunst als professionelle, freiberufliche Künstlerin und andererseits lehre ich sie und mehr als Dozentin – off- und online.

Am meisten brenne ich aber dafür, andere mit meinem Wissen und meiner Kunst zu inspirieren. Meine Mission ist es, anderen Kreativen zu helfen, ein ganzheitlich erfolgreiches Leben zu führen. 

Hier erfährst du mehr über mich.
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