Aug 24 / Sandra Süsser

SHOWCASE | Proportionen zeichnen lernen: Tobias’ Erfahrungsbericht

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Tobias wollte Zeichnen lernen und Proportionen besser verstehen. In »Teil 2: Sehen lernen« schulte er gezielt sein Auge, lernte verschiedene Zeichentechniken kennen und entwickelte daraus Schritt für Schritt seinen eigenen Workflow.

Gliederung
Ich hatte die Gelegenheit, erneut mit Tobias zu sprechen, einem selbstständigen Web- und App-Entwickler und mittlerweile Moderator in meiner S-Art School Community.

Mit Teil 1 hat er den Grundstein gelegt (siehe Interview 1) – in »Teil 2: Sehen lernen« ging es für ihn nun darum, Proportionen richtig zu verstehen und gezielt umzusetzen. Im folgenden Interview erzählt er, welche Herausforderungen er gemeistert hat, welche Übungen ihm besonders geholfen haben und welche Fortschritte er seitdem gemacht hat. 😊
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Tobias' Interview-Antworten in Video-Format, welches als Ausgangspunkt für diesen Blog-Artikel diente

Rainer Lange, 69

Bearbeiteter Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 2: Sehen lernen«


Hier noch einmal das Interview mit Tobias in Text-Form und bebildert:

Vorher

Tobias' erster Versuch zum Zeichnen von Menschen & Gesichtsmerkmalen zu Beginn des Kurses

Nachher

Einer von Tobias' nächsten Versuchen einer figürlichen Zeichnung mit Hilfe des Kurses


FRAGE 1|7: Wie bist du zum Kurs gekommen und hattest du vorher schon Zeichenerfahrung?

Ursprünglich bin ich über Udemy auf Sandras Kurse gestoßen. Seit 2024 bin ich außerdem Teil der S-Art CommunityZudem hatte ich zuvor bereits den ersten Kurs zum Thema Strichführung absolviert. 

Beim Abzeichnen spielten Proportionen natürlich auch dort eine Rolle, sie waren aber nicht der Schwerpunkt. Gerade bei Menschen, Tieren oder Objekten merkte ich immer wieder, dass meine Zeichnungen noch an falschen Proportionen scheiterten. In diesem Bereich würde ich mich deshalb vor dem Kurs noch als Anfänger bezeichnen.
Zwei von Tobias' Zeichnungen aus Kurs-Teil 1 "Strichführung"

FRAGE 2|7: Warum hast du den Kurs gebucht und was wolltest du lernen?

Mein Hauptziel war es, mein Auge zu schulen und Proportionen besser erfassen zu können. Ich wollte verschiedene Techniken kennenlernen, mit denen ich Größenverhältnisse genauer und schneller erkenne und anschließend auf meine Zeichnung übertragen kann.
Tobias' erste Silhouetten-Zeichnungen als Start-Übungen zum Kurs

FRAGE 3|7: Was hat dir an der Kursstruktur besonders gut gefallen?

Besonders hilfreich fand ich die Einordnung der verschiedenen Techniken zwischen Präzision und Expression. Dadurch wurde schnell klar, dass nicht jede Methode dasselbe Ziel verfolgt und ich je nach Zeichnung unterschiedlich arbeiten kann.

Außerdem gefällt mir der grundsätzliche Aufbau der S-Art Kurse: verständliche Theorie, darauf abgestimmte Übungen und schließlich ein größeres Projekt, in dem das Gelernte zusammengeführt wird. Dabei wird immer erklärt, warum eine Technik überhaupt sinnvoll ist. Das hilft mir sehr beim Lernen.
Verschiedene Zeichnungen von Tobias zur Rastertechnik von »Zeichnen lernen 2«

FRAGE 4|7: Welche Übung hat dir besonders geholfen?

Besonders hängen geblieben ist bei mir die Umschlagtechnik. Die Vorstellung, ein Motiv zunächst wie einen groben visuellen Bauklotz zu erfassen und daraus Schritt für Schritt die endgültige Form zu entwickeln, hat mir sehr gefallen. Teile dieser Technik verwende ich bis heute in meinem eigenen Workflow.

Auch die Form- und Rhythmustechnik fand ich sehr hilfreich. Gerade Rhythmus eignet sich für mich gut als regelmäßiges Warm-up und ist etwas, das ich langfristig weiter üben möchte.
Verschiedene Zeichnungen von Tobias zur Umschlag-Technik des Kurses »Zeichnen lernen 2«
Verschiedene Skizzen von Tobias zur Formen-Technik des Kurses »Zeichnen lernen 2«

FRAGE 5|7: Welche Fortschritte hast du mit Hilfe des Kurses gemacht?

Am deutlichsten merke ich den Fortschritt beim Erfassen von Proportionen. Mein Auge ist inzwischen besser geschult und ich kann Größenverhältnisse genauer und etwas schneller erkennen als vorher.

Gleichzeitig hat mir der Kurs geholfen, meinen eigenen Workflow zu entwickeln. Ich kombiniere heute Elemente verschiedener Techniken und nutze das, was für mich und die jeweilige Zeichnung am besten funktioniert.

Eine weitere wichtige Erkenntnis war, welche Art zu zeichnen mir überhaupt liegt. Ich möchte Vorlagen nicht möglichst fotorealistisch kopieren, sondern glaubwürdig erfassen und gleichzeitig etwas Eigenes in meine Bilder einbringen. Der Kurs hat mir geholfen, diese persönliche Richtung klarer zu erkennen.
Eine freie Pastell-Zeichnung, welche Tobias mit Hilfe der Techniken aus »Zeichnen lernen 2« für das kreative Wichteln der S-Art Community 2025 angefertigt hat.
Einige weitere freie Zeichnungen, die Tobias mit Hilfe der Techniken des Kurses »Zeichnen lernen 2« umgesetzt hat

FRAGE 6|7: Was würdest du am Kurs verbessern / was hat dir nicht gefallen?

Für mich persönlich war der Schritt vom Sehen und Erfassen einer Vorlage hin zum Zeichnen aus der eigenen Vorstellung zu diesem Zeitpunkt noch zu groß. Mein Fokus lag sehr stark darauf, Proportionen besser zu erkennen und zu übertragen, und damit war ich bereits gut ausgelastet.

Dafür hätte ich mir etwas mehr Input zur Rhythmustechnik und zum Gesture Drawing gewünscht, da mich besonders figürliches Zeichnen und Character Design interessieren. Gleichzeitig ist mir bewusst geworden, wie umfangreich dieses Thema ist und dass man sich sehr tief damit beschäftigen kann. Die Grundlagen im Kurs fand ich auf jeden Fall gut – ich hätte diesen Bereich persönlich einfach gerne noch weiter vertieft.

Sandras Einordnung

Das Zeichnen aus der eigenen Vorstellung ist in „Zeichnen lernen 2“ bewusst nur eine ergänzende Transfermöglichkeit und nicht der Schwerpunkt des Kurses. Die entsprechenden Aufgaben sind als fortgeschrittene beziehungsweise optionale Übungen gedacht. Der Großteil des Kurses beschäftigt sich, wie Tobias selbst beschreibt, mit dem Sehen lernen und dem Erfassen von Proportionen.

Mir ist dabei wichtig, Referenzzeichnen und imaginatives Zeichnen nicht vollständig voneinander zu trennen. Neu gelernte Grundlagen sollen nach und nach auch ohne direkte Vorlage getestet und angewendet werden. Dieser Transfer wird innerhalb der Kursreihe schrittweise ausgebaut und spielt insbesondere in „Zeichnen lernen 3 – Strukturieren lernen“ eine größere Rolle.

Ähnliches gilt für die Rhythmustechnik: Sie ist keine vollständige Ausbildung in Gesture Drawing oder Character Design, sondern eine von mehreren Methoden, mit denen sich Formen und Bewegungen generell erfassen lassen.Gerade die menschliche Figur gehört zu den anspruchsvollsten Zeichenmotiven überhaupt und verbindet Proportionen, Bewegung, Perspektive und Anatomie miteinander. Wer sich darauf spezialisieren möchte, kann und sollte diese Bereiche deshalb deutlich tiefergehend separat trainieren. Im Kurs geht es zunächst darum, die Rhythmustechnik als Werkzeug für Proportionen kennenzulernen und sinnvoll anwenden zu können.
Tobias' Zeichnung zur Rhythmus-Technik des Kurses »Zeichnen lernen 2«
Skizzen von Tobias zur Rhythmus-Technik des Kurses »Zeichnen lernen 2«

FRAGE 7|7: Würdest du den Kurs anderen empfehlen und warum?

Ja, definitiv. Proportionen richtig sehen und erfassen zu können, ist für mich eine der wichtigsten Grundlagen beim Zeichnen.

Ich würde den Kurs dabei nicht nur Anfängern empfehlen. Auch wer bereits ein gutes intuitives Gespür für Proportionen hat, kann von der systematischen Aufbereitung profitieren: Welche Techniken gibt es, wann eignen sie sich und wann geht es eher um Präzision oder um Expression?

Gerade diese Struktur hilft dabei, bewusster zu zeichnen und je nach Ziel die passende Methode auszuwählen. Deshalb gibt es von mir eine klare Empfehlung.
Eine freie Pastell-Zeichnung, die Tobias mit Hilfe der Techniken aus »Zeichnen lernen 2« angefertigt hat.
Tobias’ Erfahrungsbericht zeigt schön, dass Zeichnen lernen nicht nur bedeutet, Techniken zu üben, sondern mit der Zeit auch herauszufinden, welche davon zum eigenen Stil und Ziel passen.

Im Kurs hat er gelernt, Proportionen sicherer und schneller zu erfassen und verschiedene Methoden bewusster einzusetzen. Besonders spannend finde ich, dass daraus nach und nach sein eigener Workflow entstanden ist. Gleichzeitig wurde ihm klar, dass er Vorlagen nicht möglichst fotorealistisch kopieren möchte, sondern glaubwürdig erfassen und trotzdem Raum für den eigenen Ausdruck behalten will.

Sein Fazit zeigt: Wer versteht, wann und warum eine Technik funktioniert, kann bewusster und selbstständiger zeichnen.

Vielen Dank, Tobias, für deine Offenheit und fürs Teilen deiner Erfahrungen! 😊

Wenn auch du Proportionen besser sehen und gezielter zeichnen lernen möchtest, schau dir gern meinen Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 2: Sehen lernen« an – oder starte mit dem kostenlosen »Zeichner-Kit«.

Liebe Grüße,
Sandra

Die Autorin

Hi, ich bin Sandra Süsser,

Gründerin der S-Art School und "The Coaching Artist". Sprich: Ich schaffe Kunst als professionelle, freiberufliche Künstlerin und andererseits lehre ich sie und mehr als Dozentin – off- und online.

Am meisten brenne ich aber dafür, andere mit meinem Wissen und meiner Kunst zu inspirieren. Meine Mission ist es, anderen Kreativen zu helfen, ein ganzheitlich erfolgreiches Leben zu führen. 

Hier erfährst du mehr über mich.
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